Kippenheim mit Ortsteil Schmieheim

Stolpersteine

Projekt "Stolpersteine" nun auch in Kippenheim

Stolpersteine Am 19. April 2004 hat der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung beschlossen, dass sich auch die Gemeinde Kippenheim an der Aktion «Stolpersteine» des Kölner Künstlers Gunter Demnig beteiligen wird. Am Donnerstag, dem 13. Januar 2005 konnten um 10.00 Uhr die ersten Stolpersteine verlegt werden.

Vor dem Haus Untere Hauptstraße 2 wurden 2 Stolpersteine mit den Daten von Samuel und Sofie Wertheimer von Gunter Demnig verlegt. In einer kurzen Ansprache dankte Bürgermeister Willi Mathis dem Kölner Künstler Herr Demnig, Herr Michael Nathanson als Initiator des Projektes und den Paten der Stolpersteinen. Die über Patenschaften finanzierten Steine gehen nach dem Verlegen als Schenkung in den Besitz der Gemeinde über.

An zwei weiteren Stellen, Poststraße 2 (Max und Fanny Valfer) und Bergstraße 4 (Salomon und Gerda Auerbacher) wird nun mit je zwei weiteren Steinen den vertriebenen und getöteten Kippenheimer Mitbürgern gedacht.

Die 10 x 10 x 10 cm großen Stolpersteine sind kleine, unscheinbare Gedenktafeln. Sie werden an den letzten Wohnorten der Opfer des Nationalsozialismus ebenerdig in den öffentlichen Gehwegbereich eingelassen und sollen an diese Mitbürger auf Dauer erinnern.

Die Schrift auf der eingelassenen Messingplatte ist mit Schlagbuchstaben gehämmert, die Einstanzung lautet: «HIER WOHNTE» und darunter der Name, der Jahrgang und das weitere Schicksal der betreffenden Person.

Als ständige Erinnerung werden sogenannte Stolpersteine seit 10 Jahren in deutschen Städten, wie in Berlin, Köln, Freiburg, Lahr und nun auch in Kippenheim verlegt.

Bild «Stolperstein» einfügen. Bildunterschrift: exemplarische Ablichtung eines in Kippenheim verlegten Stolpersteines. Die Verlegestellen und Inschriften aller Stolpersteine können der nachstehenden Auflistung entnommen werden.

Verlegdaten der Gemeinde Kippenheim

für den 13. Januar 2005 ab 10:00 Uhr

1. vor dem Haus Nr. 2 in der Unteren Hauptstraße:

Samuel Wertheimer
JG. 1874
ermordet 1942 in Maly Trostinek

Sophie Wertheimer (geb, Günzburger)
JG. 1877
ermordet 1942
in Maly Trostinek

2. vor dem Haus Nr. 2 in der Poststraße:

Max Valfer
JG. 1880
gest. 1942 Auschwitz

Fanny Valfer
JG. 1886
gest. 1942 Auschwitz

3. vor dem Haus Nr. 4 in der Bergstraße :

Salomon Auerbacher
JG. 1888
gest. 1942 Auschwitz

Gerda Auerbacher
gest. 1942 Auschwitz

Projekt «Stolpersteine» wurdeweitergeführt

Nach der ersten Verlegeaktion der Stolpersteine am 13. Januar 2005, wurden am Donnerstag, den 13.Oktober an vier neuen Standorten Stolpersteine in Kippenheim verlegt.

 Um 9:00 Uhr begann der Kölner Künstler Gunter Demnig vor dem Haus Bahnhofstraße 2 die beiden Stolpersteine mit den Daten von Hugo und Ella Wachenheimer zu verlegen.

Frau Hedy Epstein, geb. Wachenheimer, die in den U.S.A. lebende Tochter von Hugo und Ella Wachenheim wohnte der Verlegung bei. In einer kurzen Ansprache dankte Bürgermeister Willi Mathis dem Kölner Künstler Herr Demnig, Herr Michael Nathanson als Initiator des Projektes, Frau Hedy Epstein und den Paten der Stolpersteinen. Die über Patenschaften finanzierten Steine gehen nach dem Verlegen als Schenkung in den Besitz der Gemeinde über.

An drei weiteren Stellen, Untere Hauptstraße 7 (Hermann Wertheimer) und Untere Hauptstraße 13 (Oskar und Käthe Wachenheimer) sowie der Bergstraße 10 (Salomon und Auguste Auerbacher), wird nun mit weiteren Steinen den vertriebenen und getöteten Kippenheimer Mitbürgern gedacht.

Verlegdaten der Gemeinde Kippenheim

für den 13. Oktober 2005 ab 9:00 Uhr

1. vor dem Haus Bahnhofstraße 2:

Hier wohnte
Hugo Wachenheimer
JG. 1889
deportiert 1940 Gurs
ermordet 1942 Auschwitz

Hier wohnte
Ella Wachenheimer geb. Eichel
JG. 1894
Deportiert 1940 Gurs
ermordet 1942 Auschwitz

2. vor dem Haus Untere Hauptstraße 13:

Hier wohnte
Oskar Wachenheimer
JG. 1893
Deportiert 1940 Gurs
ermordet 1942 Auschwitz

Hier wohnte
Käthe Wachenheimer geb. Ehrlich
JG. 1900
Deportiert 1940 Gurs
ermordet 1942 Auschwiitz

3. vor dem Haus Untere Hauptstraße 7:

Hier wohnte
Hermann Wetheimer
Leitender juedischer Gemeindevorsteher
JG. 1885
gestorben 1942 an den Folgen der Emigration in New York

4. vor dem Haus Bergstraße 10:

Hier wohnte
Salomon Isaak Auerbacher
JG. 1886
Deportiert 1940 Gurs
ermordet 1942 Auschwitz

Hier wohnte
Auguste Auerbacher geb. Rosenfeld
JG. 1893
Deportiert 1940 Gurs
ermordet 1942 Auschwitz

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum "Stolpersteine"-Projekt finden Sie hier.