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Kampagne gegen Müll in Wald und Natur

Diese ungeliebten Störenfriede in der schönen, eigentlich unberührten Natur kennt jeder und trotzdem gibt es leider immer noch Menschen, die ihren Müll rücksichtslos in die Landschaft werfen.
 
Was Mitbürger bewegt, ihren Abfall im Wald zu entsorgen, kann nur vermutet werden - zu verstehen ist es jedenfalls nicht. Denn für alle Abfälle gibt es ordnungsgemäße Entsorgungswege, die in vielen Fällen sogar kostenlos sind. An die Konsequenzen wird dabei wahrscheinlich nicht gedacht, denn die wilde Ablagerung von Abfällen hat weitreichende Folgen für Tiere und Umwelt.
 
Die Kampagne gegen Müll im Wald der Gemeinde Baiersbronn im Schwarzwald hat in diesem Zusammenhang das Interesse der Gemeinde Kippenheim geweckt.

Das Plakat gibt dem Müll skurrile Namen und soll helfen, dass der ein oder andere seinen Abfall nicht mehr in die Natur wirft. Das Plakat zeigt einen schönen Waldboden, allerdings voller Müll, u. a. mit Plastikflaschen, Bananenschalen, Zigarettenkippen und auch einer medizinischen Maske.
 
Alle werden mit Fantasienamen benannt und die Verrottungszeiten werden angegeben. So wird das Papiertaschentuch zum „Weißen Rotzling“ oder eine Babywindel zum „Gefüllten Dungfang“.
 
Und unten auf dem Plakat der Hinweis, die getarnte Vermehrung dieser Naturbewohner lasse sich leicht stoppen, da sie sich ohne Widerstand aufsammeln und in den Abfalleimer bringen ließen.
 
„Die Gesellschaft befindet sich aktuell in starkem Wandel zu mehr Umweltbewusstsein, es ist normal, dass dies ein längerer Prozess ist. Gerade Hinweise, die bildlich und auf kreative Weise dargestellt sind, bringen dazu noch bessere Effekte mit sich“, so Bürgermeister Gutbrod.

An verschiedenen Örtlichkeiten im Wald oder an Wanderwegen wurden die Hinweisplakate angebracht, um der Vermüllung entgegenzuwirken.
 
Bürgermeister Matthias Gutbrod, Hauptamtsleiterin Sina Schultheiß und Bauhofleiter Andreas Hurst waren sich sofort einig: „Die Schilder müssen auch in den Wäldern von Kippenheim und Schmieheim auf den Umweltschutz aufmerksam machen“.