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Notstromaggregat für das Wasserwerk

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel für die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung. Die Trinkwasserversorgung umfasst die Gewinnung, die Aufbereitung, die Speicherung, den Transport, die Verteilung und die Qualitätssicherung des Trinkwassers. Die Pumpen in der Druckerhöhungsanlage benötigen eine dauerhafte Stromversorgung, da sonst kein Trinkwasser befördert werden kann.

Der Tiefbrunnen in Kippenheim wurde bereits beim Bau mit einer stationären Notstromversorgung ausgestattet. Mit dem Kauf eines mobilen Notstromaggregates, ist es jetzt möglich, die Wasserversorgung im gesamten Gemeindegebiet auch bei großräumigen Störungen in der Stromversorgung längerfristig aufrecht zu erhalten. „Extreme Wetterereignisse, die solche Störungen beispielsweise auslösen können, häufen sich immer mehr, sodass man für solche Situationen stets gerüstet sein muss“, weiß Bauhofleiter Andreas Hurst.

Das Notstromaggregat hat eine Leistung von 66 KVA. Umbauten an der Stromversorgung der Einrichtung war nicht erforderlich, da eine derartige Sicherstellung des Betriebes der Anlagen bereits bei deren Bau vorgesehen wurde. Durch die Anschaffung ist nun im Krisenfall eine Notversorgung der Kippenheimer und Schmieheimer Bürger mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser sichergestellt.

„Unser Wasserwerk versorgt rund 2.600 Haushalte mit jährlich ca. 285.000 m³ qualitativ hochwertigem Trinkwasser. Es ist wichtig, die Trinkwassersicherstellung auch in einem Not- oder Katastrophenfall gewährleisten zu können. Es ist selbstverständlich zu hoffen, dass die Einsätze des Aggregats ausbleiben können, für den Not- oder Katastrophenfall ist die Investition aber durchaus geboten“, so Bürgermeister Matthias Gutbrod.

Für die Anschaffung des Aggregates und dem zu dessen Betrieb notwendigen Zubehörs wie beispielsweise den zusätzlichen Lichtmasten, wurden insgesamt rund 40.000 Euro aufgewendet. „Die Preise für solche Stromerzeuger sind in den letzten Monaten stark angestiegen, die Gemeinde hat hier rechtzeitig reagiert und die Beschaffung getätigt“, erklärt Bürgermeister Gutbrod. Der Gemeinderat hatte die Beschaffung bereits in der Sitzung im November 2021 beschlossen. Seither wurden seitens des Herstellers noch kleinere Umbauten vorgenommen, die sich aufgrund Lieferschwierigkeiten verzögerten. Die Preise für vergleichbare Modelle betragen mittlerweile zwischen 60.000 Euro und 70.000 Euro. „Die Gemeinde Kippenheim hat außerdem einen weiteren Versuch gestartet, Fördermittel im Rahmen des Wassersicherstellungsprogramms zu erhalten und hofft noch auf einen positiven Zuwendungsbescheid“, berichtet Hauptamtsleiterin Sina Schultheiß.